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Das Auto als Todesfalle für Hunde

Für Hunde, die von ihren Besitzern zu lange allein gelassen werden, kann das Auto im Sommer schnell zur Todesfalle werden. Steht ein Fahrzeug direkt in der Sonne, heizt sich das Innere in wenigen Minuten auf. Für einen darin eingeschlossenen Hund bedeutet das, in kürzester Zeit, schwere Herz- und Kreislaufstörungen, die bis zum Tod führen können. Da Hunde nicht imstande sind zu schwitzen, ertragen sie Temperaturen von über 40 Grad maximal eine Viertelstunde lang. Deshalb reicht es im Hochsommer auch nicht aus, ein Fenster oder Schiebedach offen zu lassen. Es kann sogar als Tierquälerei eingestuft und als solche bestraft werden. Sehen Passanten im Auto eingesperrte Hunde, können sie die Behörden informieren. Die für die Befreiung des Hundes anfallenden Kosten, trägt dabei der Halter. Auch darüber hinaus muss im Sommer aufgepasst werden, dass sich unsere Vierbeiner nicht überhitzen. Längere Spaziergänge sollten, bei sehr heißem Wetter, möglichst in den Morgen- und Abendstunden erfolgen. Außerdem muss Hunden immer die Möglichkeit offen stehen, sich einen schattigen Platz zum ausruhen zu suchen.

Zugelaufene Hunde müssen gemeldet werden

Tierliebe Finder sollten sich dessen bewusst sein, dass zugelaufene Hunde oder Katzen nicht immer herrenlos sind. Auch gefundene Tiere gelten nach dem Gesetz als Fundsache und ihr Einbehalt gilt als Unterschlagung und ist sogar strafbar. Tatsächlich wurde gesetzlich festgelegt, dass der Finder eines Tieres sich immer sofort beim zuständigen Ordnungsamt, oder der Polizei melden muss. Auch wenn das Tier vielleicht einen verwahrlosten Eindruck macht und offensichtlich schon länger im Freien lebt, besteht die Möglichkeit, dass es jemandem gehört. Wenn es keine zuständige Stelle gibt, in der zugelaufene Haustiere artgerecht untergebracht werden können, darf der Finder den Hund oder die Katze auch vorübergehend bei sich aufnehmen. Meldet sich der Besitzer, in einem Zeitraum von sechs Monaten nicht, darf der Finder das Tier behalten. Allerdings kommt es in einem solchen Fall selten zu einer Anklage. Lediglich wenn der Besitzer des Tieres seinen Hund oder seine Katze zufällig mit dem neuen Halter sieht, hat er die Möglichkeit und das Recht, den Finder wegen Unterschlagung zu verklagen. Im Normalfall einigen sich der neue und der alte Halter jedoch einvernehmlich.

Hundeschmuggler gefasst

Am Grenzübergang Reitzenhain fassten die dortigen Zöllner mehrere, in Mafia-ähnliche Strukturen eingebundenen Hundeschmuggler. 45 Welpen wurden bei ihnen, in kleine Holzkisten eingepfercht, sichergestellt. Die aus Tschechien stammenden Tiere waren für den belgischen Markt bestimmt, wo sie auf öffentlichen und nur unzureichend kontrollierten Tiermärkten verkauft werden sollten. Die Welpen sind noch zu jung, um geimpft zu sein, womit die Täter gleichzeitig nicht nur gegen das Schmuggelverbot, sondern auch gegen das Gesundheitsgesetz verstoßen haben. „Die Welpen sind so winzig, dass sie noch nicht mal geimpft werden konnten“, erklärte der Sprecher der Bundespolizei, Andre‘ Leistner. Gefunden wurden Hunde mehrerer, meist teurer Rassen, wie beispielsweise Golden Retriever, Labrador, Beagle, Shih Tzu und Zwergpudel. 13 von ihnen konnten im Chemnitzer Tierheim und 32 im Tierheim Annaberg-Buchholtz untergebracht werden. Die Tiere litten unter starkem Durst und es ist noch nicht sicher, dass sie sich von den überstandenen Strapazen erholen werden. Hundeschmuggel ist ein beliebtes Geschäft, seit Öffnung der europäischen Grenzen, da diese in vielen Osteuropäischen Ländern noch wesentlich billiger sind, als im Westen. Allerdings werden die meisten geschmuggelten Welpen auch nicht geimpft, so dass auf die Käufer noch zusätzliche Kosten zukommen. Diese erhöhen sich vor allem dann, wenn sie vom fehlenden Impfschutz nichts wissen und die Tiere erkranken.

Angst vorm Alleinsein – Hunde richtig erziehen

Wenn Hunde allein gelassen werden, bellen sie oft stundenlang. Das belastet nicht nur die nachbarschaftlichen Beziehungen, es kann, bei häufigem Vorkommen, sogar eine Wohnungskündigung oder gar rechtliche Probleme zur Folge haben. Zudem lässt Trennungsangst Hunde oft, schon überwunden geglaubte Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Nicht selten werden Türen oder Fenster zerkratzt, Kissen und Decken zerfetzt, oder Holzbeine und Polster angeknabbert. Auch urinieren Hunde, die es nicht gewöhnt sind, länger allein gelassen zu werden, häufig in die Wohnung. Das lässt sich allerdings, mit der richtigen Erziehung von vornherein verhindern. Dafür ist vor allem Geduld und Ausdauer nötig. Am besten gewöhnt sich ein Hund in kleinen Schritten, mit kurzen Zeiträumen, ans Alleinsein. Diese sollten allmählich vergrößert werden. Hilfreich ist es, Hunden in dieser Zeit eine Ablenkung, in Form neuer Spielzeuge beispielsweise, anzubieten, wenn man sie die ersten Male allein lässt. Altersgrenzen für die Gewöhnung gibt es nicht, aber wie fast alles, lässt sich ruhiges Verhalten beim Alleinsein natürlich bei Jungtieren schneller anerziehen. „Alle Hunde haben je nach Veranlagung einen unterschiedlich ausgeprägten Meutetrieb und wollen daher beim Rudel bleiben“, erklärt Ann Kari Sieme, von der Tierschutzorganisation „Aktion Tier“ in Berlin. Das macht sie zu so treuen Begleitern. Für die damit einhergehende Angst vor dem Verlassenwerden, sollten Halter deshalb Verständnis aufbringen und sich die Zeit nehmen, ihrem Hund dabei zu helfen, diese zu überwinden.

Jagdverband mahnt um Rücksichtsnahme

Der Jagdverband mahnt erneut zu mehr Rücksicht auf Wildtiere. Besonders Hundehalter sind gefordert, in den kommenden Monaten verstärkt auf ihre Hunde aufzupassen. In den kommenden Monaten sind die meisten einheimischen Wildtiere mit der Aufzucht ihrer Nachkommen beschäftigt und deshalb sehr gefährdet. In dieser Zeit gilt in allen ländlichen Gebieten Leinenzwang, der jedoch oftmals nicht eingehalten wird. Das Ergebnis ist, dass beispielsweise rund 90 Prozent aller pro Jahr sterbenden Rehe, Hunden oder Autos zum Opfer fallen – und damit wesentlich mehr, als regulär durch Jäger getötet werden. „Wir möchten die Natur erhalten. Ich will meinen Enkeln später auch noch Füchse und Rehe im heimischen Wald zeigen können. Die Tiere brauchen den gleichen Schutz wie Menschen, gerade trächtige Ricken und Kitze“, erklärte Günter Jagenburg, Obmann der Leverkusener Jägerschaft, in seinem Appell für mehr Rücksichtnahme. Wenn Rehe häufiger durch freilaufende Hunde aufgestöbert und gehetzt werden, haben sie keine Zeit zur Verdauen und können nicht das dringend benötigte Fett ansetzen. Um ihnen und den vielen anderen betroffenen Tierarten die nötige Ruhe in den nächsten Monaten zu gewähren, sollten Hundehalter in dieser Zeit darauf achten und lieber eine ausgewiesene Hundewiese aufsuchen, als Freilandflächen.