Hunde auf Käferjagd?

Eine ungewöhnliche Tätigkeit wird in Feldkirchen von Hunden ausgeübt. Hier jagen sie den asiatischen Laubholzbockkäfer. Laubholzbockkäfer gehören zu den zehn gefährlichsten Holzschädlingen. Ihre Weibchen nagen zur Eiablage Löcher in gesunde Laubbäume. Die aus jedem Gelege entstehenden 30 bis 70 Larven, fressen sich Gänge durch das Baumholz und schädigen es auf die Art so stark, dass viele Bäume absterben. Durch den globalen Handel ist der ursprünglich aus Korea stammende Käfer inzwischen weltweit eine Gefahr für die Forstwirtschaft. 2012 wurde er erstmals auch in Feldkirchen entdeckt. Um seine weitere Verbreitung zu verhindern, probieren Feldkirchner Naturschützer, Hunde auf das Erschnüffeln von Laubholzbockkäfer abzurichten. Förster Michael Matuschek, der seinen Terriermischling Ida, mit Hilfe befallener Äste, auf die Suche nach dem Schädling trainiert hat, erklärt; „Das Ziel ist klar die Ausrottung“, der ungeliebten Gäste. Schon innerhalb eines Jahres, nachdem der Laubholzbockkäfer erstmals gesichtet worden war, mussten etliche beschädigte Bäume gefällt werden. Ob es gelingt, die einmal geöffnete Büchse der Pandora wieder zu schließen, ist ungewiss. Doch zumindest die eingesetzten Hunde haben ihren Spaß an der Schnüffel-Jagd, wie der Förster versichert.

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