Jagdverband mahnt um Rücksichtsnahme

Der Jagdverband mahnt erneut zu mehr Rücksicht auf Wildtiere. Besonders Hundehalter sind gefordert, in den kommenden Monaten verstärkt auf ihre Hunde aufzupassen. In den kommenden Monaten sind die meisten einheimischen Wildtiere mit der Aufzucht ihrer Nachkommen beschäftigt und deshalb sehr gefährdet. In dieser Zeit gilt in allen ländlichen Gebieten Leinenzwang, der jedoch oftmals nicht eingehalten wird. Das Ergebnis ist, dass beispielsweise rund 90 Prozent aller pro Jahr sterbenden Rehe, Hunden oder Autos zum Opfer fallen – und damit wesentlich mehr, als regulär durch Jäger getötet werden. „Wir möchten die Natur erhalten. Ich will meinen Enkeln später auch noch Füchse und Rehe im heimischen Wald zeigen können. Die Tiere brauchen den gleichen Schutz wie Menschen, gerade trächtige Ricken und Kitze“, erklärte Günter Jagenburg, Obmann der Leverkusener Jägerschaft, in seinem Appell für mehr Rücksichtnahme. Wenn Rehe häufiger durch freilaufende Hunde aufgestöbert und gehetzt werden, haben sie keine Zeit zur Verdauen und können nicht das dringend benötigte Fett ansetzen. Um ihnen und den vielen anderen betroffenen Tierarten die nötige Ruhe in den nächsten Monaten zu gewähren, sollten Hundehalter in dieser Zeit darauf achten und lieber eine ausgewiesene Hundewiese aufsuchen, als Freilandflächen.

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