Shanghai: Ein Hund pro Familie

Die Stadtverwaltung Shanghais hat jetzt ihre Entscheidung durchgesetzt, dass zukünftig nur noch ein Hund pro Haushalt gehalten werden darf. Damit reagiert sie auf die wachsende Zahl von Hunden, die in der ohnehin so dicht besiedelten Millionenstadt seit Jahren immer öfter für Ärger und Unfälle auf den Straßen Shanghais sorgen. Die in den letzten Jahren gewachsene Tierliebe der Bevölkerung Chinas, hat besonders hier merkwürdige Blüten getrieben. Hier entstand ein ganzer Wirtschaftszweig, der ausschließlich von der Entwicklung und Produktion von Luxusgegenständen für Vierbeiner lebt. Inzwischen leben rund 317.000 Hunde in der Metropole. Das ist seit 1999 fast eine Vervierfachung. Wie in allen anderen Ländern wird ein Teil der Hunde, wenn der Reiz des Neuen verflogen und das Interesse des Besitzers vorbei ist, einfach ausgesetzt. 8500 streunende Hunde wurden allein 2009 aufgegriffen. Die Dunkelziffer ist hoch und die Gefahr die von diesen Tieren in einer so stark belebten Stadt ausgeht, kann von der Stadtverwaltung nicht mehr ignoriert werden. Ob die Limitierung der Zahl der erlaubten Hunde viel an dem Problem ändern wird, ist allerdings fraglich.

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