Hundesteuer in Deutschland

Deutschlandweit leben offiziell 5,5 Millionen Hunde. Durch die dafür veranschlagte Hundesteuer, kommt inzwischen ein nicht unbeträchtlicher Betrag zusammen. Allerdings meldet nicht jeder Hundebesitzer sein Tier auch an, um zumindest einen Teil der Kosten zu sparen. Das ist jedoch auch den Stadtverwaltungen nicht entgangen. Ähnlich wie das Vorbild der umstrittenen Steuer-CD-Affäre, während der bereits die Bekanntgabe des Kaufs der Daten von Steuersündern dafür sorgte, dass sich Tausende Steuerhinterzieher beim Finanzamt meldeten, hat jetzt die Stadt Fellbach erfolgreich versucht, einen Teil der heimlichen Hundebesitzer zur Zahlung ihrer Steuern zu bewegen. Vorausgegangen war eine Schätzung, nach der rund 13 Prozent aller Bürger der Stadt einen Hund hielten – gemeldet waren allerdings nur 2,7 Prozent. Also verschickte die Stadtverwaltung einen offiziellen Brief an alle Haushalte in Fellbach mit der Aufforderung, ihren Hund beim zuständigen Finanzamt anzumelden. Viel Freunde haben sie sich damit nicht gemacht; weder bei den angeschriebenen Hunde-freien Personen, noch bei den Hundebesitzern, die ihren Hund ordentlich angemeldet hatten. Es führte jedoch auch dazu, dass sich etliche Hundebesitzer dazu durch rangen, ihren bisher noch nicht gemeldeten Hund beim Finanzamt zu melden. “Ich höre von den Kollegen in anderen Rathäusern, dass deren Aktionen enorm erfolgreich waren”, sagt Karin Heindl, die Abteilungsleiterin im Kämmereiamt. Als nächsten Schritt plant sie, eine Hundebestandsaufnahme durch städtische Beauftragte, die alle Häuser der Stadt abklappern sollen. Heindl: “Meistens erkennt ein geübtes Auge sofort, ob in einem Haushalt ein Hund gehalten wird – wenn der den Besucher nicht sogar höchst persönlich schwanzwedelnd oder bellend begrüßt”. Diejenigen, die dann keine Steuerzahlung nachweisen können, sollen ein Bußgeld zahlen müssen.

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